Liebe Frau!

Wie oft kämpfst du gegen dich?
Wie oft haderst du mit dir?
Wie oft verurteilst du deinen Körper?
Wie oft denkst du, du bist nicht gut genug, nicht schön genug, nicht schlau genug oder nicht sexy genug?
Wie oft gehst du hart mit dir ins Gericht?

Warum fällt es uns so schwer, uns selbst so anzunehmen wie wir sind?

Weil wir von Kleinauf gelernt haben, wie wir sein müssen, damit wir gelobt oder belohnt werden.
Wir wurden nicht dafür gelobt, wenn wir zu laut waren, unbequeme Fragen stellten, uns dreckig machten oder wild und unberechenbar waren. Ein Mädchen ist lieb und brav, so bin ich erzogen worden. Du auch?

Oder warst du eher die Rebellin, die Kämpferin, diejenige, die sich alles mit Kraft und notfalls Gewalt erobern musste und selbst heute noch glaubt, um Liebe und Aufmerksamkeit kämpfen zu müssen?
Ich war ein anstrengendes Kleinkind und habe dann recht schnell gelernt, dass ich mehr „Liebe“ bekam, wenn ich „lieb“ war. Was ich verlernte war, wirklich ich zu sein, auf mein Inneres zu hören, meinen Impulsen zu folgen, meine Gefühle wahrzunehmen und sie frei auszudrücken.
Ich bin mir sicher, dass es dir ähnlich ergangen ist, wenn deine Eltern nicht gerade „erleuchtet“ waren, sondern ganz normale Menschen.

Und so liegt es nun an uns selbst, jene Teile, die unterdrückt wurden, wieder ans Licht und damit ins Bewusstsein zurückzuholen.

Wir dürfen erkennen, dass wir wir sein dürfen und damit gut genug sind.
Liebe, du bist genau richtig und nur du kannst dir die Liebe und Aufmerksamkeit geben, die du dir immer von deinen Eltern, deinem Partner oder sonst wem gewünscht hast.
Nur du allein!

Was dir dabei helfen kann:

Schau liebevoll auf dich – so wie du wünschst, dass deine Mutter auf dich schaut. Oder wenn du selbst Mutter bist: Schau auf dich wie du in Liebe auf deine Kinder schaust.
Sag dem kleinen Mädchen in dir: „Ich sehe dich! Ich finde dich wundervoll. Du bist genau richtig.“
Finde deine eigenen Worte.

Lächle die Kleine an, frag sie, was sie braucht, um sich gut zu fühlen. Was wünscht sie sich von dir?
Kleider, Spiele, Aufmerksamkeit, Liebe oder einfach nur Sein?
Verabrede dich täglich oder wöchentlich mit dem kleinen Mädchen und höre ihr zu.
Und dann gib ihr das, was sie braucht.

Gib dir selbst, was du brauchst.

  • Lerne wieder auf deine innere Stimme zu hören und deiner Intuition zu folgen.
  • Probiere dich neu aus:
    Kleide dich anders.
    Wähle andere Worte.
    Was wolltest du immer schon mal tun?

Tu dir selbst gut:

  • Schenke dir Blumen.
  • Lade dich ein.
  • Schreib dir einen Liebesbrief.
  • Umarme dich selbst.
  • Gönn dir ein Bad mit deinem Lieblingsduft.
  • Zünde Kerzen an und mach dich schick.
  • Sei sanft zu dir.
  • Lächle dich im Spiegel an.
    (Braucht etwas Übung – auch wenn’s dir schwer fällt: weiter machen!!)

Such dir starke Schwestern und feiert euch gegenseitig. Macht euch Komplimente.

Du bist wertvoll.

Deine Ramona