TCM - Traditionelle Chinesische Medizin
Die chinesische Medizin ist eine Heilkunde mit einer über drei Jahrtausende alten wissenschaftlichen Tradition, die von religiösen und philosophischen Ideen beeinflusst wurde. Wissenschaft bedeutet hier eher, dass die Ärzte Gesunde und Kranke beobachteten, Zusammenhänge fanden und Prognosen für zukünftige Krankheitsverläufe abgaben.

Bei archäologischen Ausgrabungen fand man frühe Arten von Akupunkturnadeln aus Tierknochen und aus Steinsplittern aus der Zeit um 8000 v. Chr. Und auch bei uns in Europa gibt es Hinweise, dass die Menschen in dieser Zeit mit Hilfe von Nadeln, Schmerzen linderten. So fanden sich beim Gletschermann Ötzi Hinweise auf frühe Akupunkturbehandlungen. Allerdings wurde dieses Wissen bei uns nicht weiterentwickelt.
Die alten Chinesen beobachteten die Natur sehr sorgfältig und versuchten ein allgemeines Wirkprinzip hinter allen Erscheinungen zu finden. Der Mensch wurde nicht als Herrscher über die Natur gesehen, sondern vielmehr als ein Teil von ihr.
Der Mensch selbst übernahm im alten China eine große Eigenverantwortung für seine Gesundheit und Wohlbefinden. Über Ernährung, Bewegung und Akupressur konnte jeder selbst sehr viel zur Gesunderhaltung beitragen. Mittlerweile wird auch bei uns der Prophylaxe, d.h. der Krankheitsvorbeugung ein höherer Stellenwert beigemessen.
Nach der chinesischen Philosophie ist es wichtig sein Leben an kosmologische Rhythmen (Tageszeit/Jahreszeit) auszurichten. So hat jedes Organ im Tagesverlauf eine Hochphase und 12 Stunden später eine Tiefphase - Erkenntnisse, die von den Forschungen der modernen Medizin mittlerweile untermauert wurden. Gesundheit basiert demnach auf Dynamik, was bedeutet, dass wir intakte innere Rhythmen haben, die an rhythmische äußere Lebensvorgänge angepasst sind.
Jeder Mensch wird als untrennbare Einheit von Körper, Geist und Seele gesehen und genießt daher auch eine individuelle Behandlung, die nach einer sorgfältigen Diagnose ausgearbeitet wird.
Folgende Behandlungsmethoden finden in meiner Praxis Anwendung:
Akupunktur: Durch Akupunktur, d.h. durch das Einstechen von dünnen, sterilen Nadeln an speziellen Punkten der Haut wird das energetische Fließsystem des Körpers harmonisiert, so dass eine Selbstregulation des Körpers wieder stattfinden kann.
Moxibustion: Akupunkturpunkte werden bei Bedarf mit Beifußkraut erwärmt.
Arzneimitteltherapie: Sie stellt die wichtigste Therapieform dar. Auch hier wird über bestimmte Kräutermischungen versucht, eine Harmonisierung derKörperenergien zu erreichen. Ich verwende allerdings nicht die chinesischen Kräuter, sondern arbeite mit westlichen Heilpflanzen, die individuell zusammengestellt werden.
Ernährung: Auch die Ernährung nimmt bei der Behandlung einen hohen Stellenwert ein. mit Hilfe von Lebensmitteln, Kräutern und Gewürzen kann auch eine Harmonisierung der Körperenergieen erreicht werden. So gibt man Kälte eher wärmende Gewürze wie Ingwer oder Zimt, bei extremer Hitze dagegen kühlende Kräuter wie z. B. Pfefferminze.
Qi Gong: Durch sanfte fliessende Bewegungen im Einklang mit dem Atem werden beim Qi Gong die Körperenergie und der Geist beeinflusst. Dabei gibt es ganz spezielle Übungen, durch die, regelmäßiges Üben vorausgesetzt, das Qi (also die Energie) bewegt, der Körper entspannt und innere Harmonie erreicht werden kann.